H0-Laser-Holzbausatz Bahnhof „Bühne-Rimbeck"

Der Bahnhof Bühne-Rimbeck lag im Kilometer 12,4 der Osterwieck-Wasserlebener Eisenbahn (OWE). Mit Eröffnung der Strecke Osterwieck-Hornburg-Börßum am 1. November 1908 ging er in Betrieb; 1945 unterbrach die Zonengrenze die Strecke der OWE. Dadurch war Bühne-Rimbeck der letzte Bahnhof in der sowjetisch besetzten Zone und lag ab dem 7. Oktober 1949 auf dem Staatsgebiet der DDR nur wenige hundert Meter von der Grenze zu Bundesrepublik entfernt. Am 2. November 1961 stellte die Deutsche Reichsbahn den Betrieb zwischen Hoppenstedt und Bühne-Rimbeck ein. 

In späteren Jahren verschwanden die Gleise und das Stationsgebäude stand viele Jahre leer. Inzwischen wurde es zu einem Wohnhaus umgebaut und befindet sich in Privatbesitz. Unser Dank gilt den Bewohnern des ehemaligen Bahnhofs Bühne-Rimbeck, die uns bei der Vorbildrecherche freundlich aufnahmen und uns die originale Bauzeichnung des Gebäudes zur Verfügung stellten.

 

 
Nach einer vorhandenen Originalzeichnung wurden mittels  Autocad die zu lasernden Einzelteile für das Modell angefertigt. Gleichzeitig übertrug man die gezeichneten Teiledateien noch in das Programm Autodesk-Inventor und baute dort das Gebäude schon einmal virtuell zusammen.

Das Modellgebäude benötigt einen Platz von ca. 250 mm x 115 mm.

 

Lange dauerte es dann nicht, bis nach den gezeichneten Informationen aus 0,4 mm ; 1 mm und 2 mm dickem Sperrholz die einzelnen Bausatzteile vorlagen.

Die vier Wände des Hauptgebäudes lassen sich mit Hilfe der passend geschnittenen Verzahnungen problemlos verkleben. Zuvor erfolgt jedoch die Farbgebung. Die Fenster sind in ein exakt in den Gebäudegrundkörper passendes Stück 0,4 mm Sperrholz gelasert und als je ein Bauteil für die beiden Giebelseiten vorbereitet. Nach dem Auftragen und Trocknen der Farbe für die Fensterrahmen werden sie aus der Platte herausgelöst und dann zügig auf die Innenseiten der Wände geklebt. Das Seitenfenster zum Güterschuppen hin wird in gleicher Weise hinter die Fensteröffnung geklebt. Die Türen an der Bahnsteigseite werden mit Farbe versehen und dann auf die hinterklebte „Fensterplatte“ aufgeklebt. Für die Tür zum Wirtschaftshof wird zunächst ein kleine passend eingefärbte Sperrholzplatte hinter die Öffnung und die Tür anschließend in die Türöffnung geklebt. 

Das Dach, die Dachrinnen und Fallrohre sind handelsübliche Kunststoffteile. Sie werden an die Gebäude angepasst und teilweise farblich nachbehandelt. Der Schornstein ist aus 5 Sperrholzteilen geklebt und wird gemäß Bauzeichnung positioniert und angeklebt. An den Giebelseiten erhält das Dach noch Verblendungen und Nachbildung der Dachlatten und Sparren.

Die Fensterstürze werden einzeln und für jedes Fenster passend gelasert und über die Fenster und Türen geklebt.

Die Verblendungen an den Hausecken und die Querverbindungen sind je ein Bauteil für jede Hauswand. Diese Teile wurden aus 0,4 mm-Sperrholz gefertigt und auf die Wandteile aufgeklebt.

Die Simse wurden aus 1 mm-Sperrholz gelasert. Sie werden zuletzt aufgeklebt.

Die Ausfachungen des Fachwerkes der Nebengebäude werden in der Sperrholzplatte des Bausatzes durch winzige Stege an ihren Platz gehalten. Zum Bau müssen sie allerdings herausgelöst werden, da die Farbgebung des Mauerwerkes und der Balken getrennt erfolgen sollte.

Zunächst erhalten die Ausfachungen ihren Anstrich. Wenn dabei die Balken etwas abkriegen, ist das kein Problem. Nach Austrocknen der Farbe können die Teile aus der Platte herausgelöst werden. Anschließen werden die Balken mit brauner Farbe gestrichen.

Nach dem Trocknen der Farbe werden die Balkenteile auf ein passendes Stück Pappe oder Papier geklebt. Dabei muss die Lage der Fenster und der anderen Wandteile berücksichtigt werden. Die Ausfachungen werden dann in die Gefache eingeklebt. Beim Verkleben der fertigen Seitenteile ist ein klein wenig Geduld mehr als beim Hauptgebäude vonnöten, da es diesmal ohne Haltenasen gehen muss.

Die Fenster der Nebengebäude waren nicht Bestandteil des Bausatzes und wurden selbst angefertigt.

Für die Lüftergitter im Toiletten-/Stallgebäude fand passend zurecht geschnittene Kupfergaze Anwendung. Durch Brünieren verlor sie Glanz und kupfernen Farbton. Die Stücken wurden mit Sekundenkleber eingeklebt.

Die Fenster entstanden aus glasklarer Folie, die von hinten auf die Wandteile aufgeklebt wurde. Aus passend zurecht geschnittenen Streifen von Polystyrol (Evergreen-Produkt) entstanden die Rahmen und Streben dieser Fenster. 

Zäune und Schamwand

Die Zäune und die Schamwand vor den Toiletten sind aus 1 mm-Sperrholz gelasert. Dank der Lasertechnik konnten auch die Spalten zwischen den Brettern nachgebildet werden. Halt finden die einzelnen Bretter an der Stelle, an der die Zaunriegel aufgeklebt werden. Sie gehören ebenfalls zum Bausatz und haben einen Querschnitt von 1 mm x 1 mm. Passend abgelängte Stücke werden auf die Zaunteile aufgeklebt. Aus demselben Material entstanden auch die Pfähle der Schamwand. Diese muss nach Augenmaß geteilt und rechtwinklig verklebt werden. Die Schilder wurden mit Hilfe eines Textverarbeitungssprogrammes angefertigt. Es wurde mit der Schriftart Tannenberg fett gearbeitet. Da die kleinste Schriftgröße noch viel zu groß war, wurden die Schilder nach dem Drucken zweimal auf dem Kopierer um 30 % verkleinert. Die Zaunpfähle des Zaunes um den Wirtschaftshof  entstanden aus einer 2 x 2 mm-Holzleiste. Die passend geschnittenen Stücken wurden hinter die gelaserte Bauteile des Zaunes geklebt. Die beiden Zaunteile werden abschließend rechtwinklig verklebt und umschließen den Wirtschaftshof.

 

Laufbretter und Treppe am Güterschuppen

Die Laufbretter am Güterschuppen sind aus 1 mm-Sperrholz gelasert. Die Balken entstanden aus Stücken einer Holzleiste von 2 mm x 2 mm. Die Treppen sind eine ausgeklügelte Konstruktion. Die beiden oberen Stufen werden zwischen dem Brett an der Wand und einem 1 mm x 1 mm Holzleistchen geklebt. Die dritte Stufe folgt in gleicher Weise nach dem Zusammenbau der Gebäudeteile. Genau ist der Zusammenbau in einem mitgeliefertem Video zu sehen.

 

Müllgrube, Entsorgungschacht der Abortgrube

Aus Holzprofilen entstanden die nicht im Bausatz enthaltene Müllgrube und der Schacht der Abortgrube. Die Abdeckung der Müllgrube besteht aus einem Stück brüniertem Messingblech. Die Abdeckung der Abortgrube wurde aus einem Stück dünner Holzplatte mit Bretterimitation geschnitten

 

Der Bausatz wird ausführlich im Eisenbahnkurier Heft 6/2010 besprochen. Dort wird er als eine Kombination von Holz und Polystyrol vorgestellt.

Lieferbar ist er in dieser Kombination oder als reiner Holzbausatz.

Bestellungen an:

Harald Brosch

Fax 04131-64247

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Lüneburger Strasse 43 - 21423 Winsen